Postheroischer Unterricht

Beiträge zur Entwicklung von Schule und Unterricht

Author: David Klett (page 1 of 2)

Medienvielfalt im Bildungsbereich – Interview mit dem Europolitan

Der Europolitan, eine Alumni-Zeitschrift des ESB Reutlingen interviewte mich zur Entwicklung der Medienvielfalt in deutschen Schulen und die Folgen für Verlage

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Wo bleibt ein Picht unserer Zeit? Oder: Die deutsche Bildungskatastrophe

Bildungspolitisch stand Westdeutschland in den 60er Jahren am Abgrund. Bei der Lektüre der wegweisenden Artikelserie von Georg Picht, damals in ‘Christ und Welt’ erschienen, reibt man sich 50 Jahre später verwundert die Augen. Wie konnten wir der Katastrophe entgehen? Erschreckend ist, dass sich heute wohl kein Beobachter des Bildungssystems finden lassen dürfte, der es an analytischer Schärfe und rhetorischer Kraft mit Picht aufnehmen könnte.

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Kann eine Schule ernste Angelegenheit ihrer Schüler sein? Oder: Makarenkos ‘Ein pädagogisches Poem’

Die Erzählung des Sowjet-Pädagogen Anton S. Makarenkos über den Aufbau zweier Kinderkollektive ist aufregend, lehrreich, manchmal verstörend. Sie regt zu der Frage an, ob auch die moderne Schule von einem Begriff des Kollektivs profitieren kann.

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Warum Verlage ihre Produkte nicht (ohne weiteres) unter freier Lizenz veröffentlichen

Wenig  bevor die OER-Studie der Technolgiestiftung Berlin veröffentlicht wurde, meldete sich eine Mitarbeiterin der Institution mit zwei Fragen bei mir. Die zielen treffsicher auf die Wertschöpfung von Bildungsmedienverlagen. Ich veröffentliche hier meine Antworten in leicht überarbeiteter Form.

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Buchbesprechung: Mary MacCrackens ‘Charlie, Eric und das ABC des Herzens’

Jens Großpietsch, Schulleiter der Heinrich-von-Stephan Gemeinschaftsschule in Berlin empfahl mir eine Reihe von pädagogischen Großtexten, darunter dicke Brocken wie ‘Ein pädagogisches Poem’ von Makarenko oder auf den ersten Blick nicht in die Sammlung passende, wie Berthold Brechts ‘Flüchtlingsgespräche’. Aus dem Stapel auf dem Nachttisch griff ich mir zuerst ein Buch, das leicht zu bewältigen schien, trotz seines ausschweifenden Titels: ‘Charlie, Eric und das ABC des Herzens. Außenseiter im Klassenzimmer’.

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OER, Verlage und zentrale Ausschreibungen – Warum Verlage nicht OER aber die öffentlich-rechtliche Medienversorgung fürchten

OER bieten Chancen. Sie machen das Lehrerleben leichter, können die Vielfalt steigern, wie in Klassenzimmern Schüler gefördert und unterrichtet werden. Sie bergen auch Risiken. Wo mit zentralen Ausschreibungen über die Entwicklung von Bildungsmedien entschieden wird, wählt nicht mehr die Fachkonferenz oder der einzelne Lehrer. Anbieter ringen dann nicht um die Gunst der Lehrkräfte, sondern müssen mit Antragslyrik und Connections bei Projektträgern bestechen. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen (wie man in vielen Ländern Osteuropas sehen kann).

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Warum gibt es eigentlich kein praktisches Jahr für Lehramtsstudierende?

In fast allen Studiengängen für das Lehramt gibt es inzwischen Praxisphasen. Doch die sind häufig zu kurz und nicht intensiv genug. Darüber, wie man dem oft beschworenen ‘Praxisschock’ begegnen könnte, gehe ich in diesem Beitrag nach.

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Offene Bildungsressourcen in der Praxis: OER-Streitgespräch mit Jöran Muuß-Merholz

Als Beitrag für ein OER-Themenheft wünschte sich die Zeitschrift ‘Computer + Unterricht’ ein Streitgespräch zwischen einem OER-Befürworter und einem Verlagsvertreter. Jöran Muuß-Merholz und ich machten uns bereit, zu streiten.

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Darf man Schülern guten Gewissens Facebook empfehlen?

Damian Duchamps hat Recht. Wer zusammengekniffenen Auges und mit rhythmischem Getippe auf die Leertaste seine Absätze in WORD einrückt, der wird junge Menschen wahrscheinlich nicht auf einen informierten, besonnenen, kreativen Umgang mit digitalen Medien vorbereiten können.

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Warum ich mich Gerald Hüther nicht (gleich) an die Brust werfe

Gerald Hüther kam zum Deutschen Schulleiterkongress 2013 und eroberte wie im Jahr zuvor die Herzen des Plenums. So auch meines. Nur mein Verstand stellte mit dem Abklingen der Euphorie ein paar kritische Nachfragen.

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